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Der eigene Online-Shop - auf die Produkte kommt es an

Mit einem eigenen Online-Shop Geld zu verdienen ist im Grunde nicht schwer. Wer sich mit dem Thema bereits beschäftigt, ob nun als Konsument oder als Betreiber, dem fällt auf, dass viele Online-Shops ähnliche oder gar dieselben Artikel vertreiben. Dann ist die Qual der Wahl natürlich groß. Entweder man schließt sich der Masse letztendlich an, oder spezialisiert sich auf wenige, aber gut sortierte, artverwandte Produkte. Beim ersteren heißt es aber auch, dass ein Shop-Betreiber scharf kalkulieren muss, um mit den angebotenen Massenwaren preislich mithalten zu können. Ebenso erfordert der Verkauf verschiedener Artikelgruppen ein umfangreiches Handling wie es bei Bekleidung der Fall ist.


Der Shop-Betreiber wird durch eine hohe Retourenquote zusätzlich, quasi zum Nulltarif, beschäftigt und dies kann u. U. teuer werden. Oft ist es lukrativer sich so genannte Nischenprodukte zu suchen, im besten Fall Produkte, von denen man etwas versteht. Ein passionierter Modellbauer wird mit dem Verkauf von Modellbauartikeln und Zubehör voraussichtlich mehr Erfolg haben, als mit dem Vertrieb von Kinderspielzeug. Eine Reiterin mit langjähriger Erfahrung im Pferdesport wird intuitiv mehr Freude an einem Shop haben zum Thema „rund ums Pferd“.


Wer sich auf die Suche nach Produkten für seinen Online Shop begibt, muss im Vorfeld die Lieferanten ausfiltern, die Händler nur dann beliefern, sofern sie ein Ladenlokal aufweisen können. Beispiele hierfür sind unter anderem einige, namhafte Werkzeug- und Eisenwarenhersteller. Diese liefern ausschließlich Fachhändler mit festem Firmensitz und „echtem“ Kundenverkehr. Gerade der eigene Online-Shop bietet unendliche Möglichkeiten qualitativ hochwertige und seltene Artikel zu vertreiben. Sei es eine spezielle Sorte Wein, den es ausschließlich in Ihrem Shop zu kaufen gibt, oder die Spezialisierung auf Katzenfutter welches es sonst auch nirgendwo gibt. Hier ist Kreativität gefragt, die sich auf Dauer bezahlt macht.


Dass Reklamationen, egal um was für Artikel es sich handelt, niemals gänzlich ausgeschlossen sind, versteht sich von selbst. Um aber eine hohe Retourenquote zu verhindern, die letztendlich zu unbezahlter Mehrarbeit führt, ist es wichtig grundsätzliche Produktgruppen im Vorfeld zu überdenken. Statistisch sind Retouren bei Produktgruppen aus der Textil- und Bekleidungsbranche höher, als bei Elektroartikeln oder Kinderspielzeug. Auch zahlt sich aus, den Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Waren zu verlagern. Wer zufriedene Kunden möchte, und langfristig Erfolg mit einem eigenen Online-Shop erzielen will, sollte Qualität vor Quantität stellen. Besser wenige, gut sortierte Produkte verkaufen, als eine Vielzahl von unterschiedlichen und artfremden Billigartikeln.